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Azubi von WOLF in Frankreich

Übergabe Europass Mobilität an Maurice Köhler

Maurice Köhler aus Lohma absolviert von August 2016 bis Juli 2019 bei der WOLF GmbH in Schmölln seine Berufsausbildung als Fachkraft für Lebensmitteltechnik.

Im Rahmen des bundesweiten Projektes „Mobilitätsberatung – Berufsbildung ohne Grenzen“, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wurde der Ausbildungsbetrieb in Schmölln schon mehrfach von Andreas Jörk, Mobilitätsberater der Handwerkskammer für Ostthüringen, zu den vielfältigen Möglichkeiten von Lernaufenthalten von Azubis im Ausland beraten.

In den letzten Jahre durften bereits zwei Azubis von WOLF die Chance auf einen Lernaufenthalt in Frankreich nutzen. Die aktuelle Entsendung wurde zur Ausbildungsbörse 2017 in Gera zwischen Ulrich Wiese vom Ausbildungsbetrieb und Andreas Jörk für das Jahr 2018 langfristig vereinbart.

So stand dieses Jahr das Auslandspraktikum für den Azubi Maurice Köhler an.
Der Ausbildungsbetrieb WOLF und die Berufsschule befürworteten die Teilnahme an dem Auslandspraktikum in Frankreich. In kooperativer Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Cottbus wurde der passende Gastbetrieb gefunden und das Stipendium beantragt. 

Das 3-wöchige Auslandspraktikum in Lons le Saunier wurde aus den Mitteln des Deutsch-Französischen Sekretariats bezuschusst.

Maurice Köhler wurde als gut ausgebildeter Azubi voll in die täglichen Arbeitsabläufe des Gastbetriebes integriert. Er lernte in dem kleineren Betrieb vor allem handwerkliche Fertigkeiten z.B. bei der Herstellung von Pasteten oder dem manuellen Zuschnitt von Fleischteilen für den Ladenverkauf. Dabei wurden Unterschiede zu den Essgewohnheiten der Franzosen und der Deutschen sehr deutlich.

Für seine Teilnahme an dem Auslandsprojekt erhielt Maurice Köhler den Europass Mobilität. Dies ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat, welches dem Inhaber die Teilnahme an einem Auslandspraktikum bestätigt.

Wir freuen uns, dass unser Azubi einige neue praktische Erfahrungen für seinen Beruf sammeln konnte!

 

Erfahrungsbericht von Maurice Köhler

Für mich war es der erste Auslandsaufenthalt über mehrere Wochen.
Doch lange musste ich mit der Zusage nicht überlegen. So einen Lernaufenthalt bekommt man nur einmal angeboten und vor Ort war alles sehr gut organisiert. Ein Dolmetscher half uns bei den Sprachbarrieren.

In der 1. Woche besuchte ich die Berufsschule und nahm am französischen Unterricht teil.

Inhalte des Tandem-Sprachunterrichts, der gemeinsam mit französischen Berufsschülern stattgefunden hat, waren unter anderem folgende: Kennenlernen der französischen Sprache, der neuen französischen Mitschüler und deren Kultur. 

Ebenso fand auch praktischer Unterricht in der Fleischerei der Berufsschule statt.

In der 2. und 3. Woche arbeitete ich in einer kleinen Privatfleischerei Nähe Lons le Saunier mit 6 Mitarbeitern (1 Meister, 2 Gesellen und 3 Verkäuferinnen). Meine Aufgaben waren das Anrichten von Platten, die Herstellung von Rohwürsten und Bratwürsten, Kochschinken sowie die Herstellung von Pasteten im Teigmantel.

In der für mich neuen Umgebung fühlte ich mich auf Grund des sehr guten Arbeitsklimas und der netten Kollegen sofort wohl. Auch wenn hier und da ein paar Sprachbarrieren vorhanden waren, hat man sich immer verständigen können.

Wir besuchten auch den großen Wochenmarkt von Lons le Saunier. Hier bekamen wir einen ersten Einblick in die Fülle der angebotenen Waren und das Interesse der Franzosen an frischen Lebensmitteln.

In unserer Freizeit haben wir verschiedenes unternommen. Wir besuchten zum Beispiel eine historische Mühle, eine Burg und gingen mit den neu kennengelernten französischen Schülern schwimmen.

Für sehr gute Verpflegung wurde natürlich auch bestens gesorgt: So fand am Wochenende ein Grillabend mit in meiner Fleischerei hergestellten Bratwürsten statt.

In meiner Zeit in Frankreich konnte ich sowohl praktische als auch kulturelle Erfahrungen machen und habe sehr viele nette Menschen kennenlernen dürfen!

 

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